Druckluftbudget – Teil 1

Geschätzte Lesedauer: 3–4 Minuten

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Wir wissen, dass ein wichtiger Teil der Fertigstellung Ihres Druckluftsystems die Ausarbeitung Ihres Druckluftbudgets ist. Aus diesem Grund haben wir Artikel rund um das Thema Druckluftbudget für Sie zusammengestellt und in zwei Teile aufgeteilt. Wir hoffen, dass Sie dadurch bei der Planung Ihres Druckluftbudgets einen besseren Überblick erhalten.


Der korrekte Druck ist wichtig

Industrielle Druckluftwerkzeuge sind im Allgemeinen auf einen Betriebsdruck von 600 kPa ausgelegt. Der Betriebsdruck des Kompressors sollte zum Ausgleich von Druckverlusten auf dem Weg zum Werkzeug geringfügig höher liegen.

Ein sinkender Druck beeinträchtigt die Werkzeugleistung deutlich. Wenn der Druck, mit dem zum Beispiel eine Bohrmaschine betrieben wird, von 600 auf 500 kPa sinkt, fällt die Ausgangsleistung um rund 25 %. Dadurch verlangsamt sich auch die Arbeit mit der Bohrmaschine.

Der Betrieb mit zu hohem Druck wirkt sich ebenfalls nachteilig auf das Werkzeug aus. Bei einem Druckanstieg von 600 auf 900 kPa verfügt ein Kraftschrauber zwar über 50 % mehr Leistung, er wird aber auch um 50 % überlastet. Überlastung führt zu Schäden am Werkzeug und zu einer verkürzten Lebensdauer.

Ein höherer Betriebsdruck geht auch mit einem höheren Druckluftverbrauch und folglich höheren Energiekosten einher. 

Druckluftverbrauch

Der Druckluftverbrauch einer Druckluftmaschine nimmt mit steigendem Druck zu, wie im Folgenden dargestellt:

Betriebsdruck kPa Korrekturfaktor
500 0,8
600 1
700 1,2
800 1,4
900 1,6
1000 1,8

Trockene Druckluft ist wirtschaftliche Druckluft!

Eine Kompressoranlage ohne Drucklufttrockner versorgt die Rohrleitung mit Druckluft mit einer relativen Feuchtigkeit von 100 %. Folglich ist der Taupunkt der Druckluft gleich ihrer Temperatur. 

Bei jedem Temperaturabfall im Leitungssystem schlägt sich Kondenswasser nieder und verursacht Korrosion an Leitungen, Werkzeugen und Maschinen. 

Bei Wasser im Leitungssystem ist ferner eine ständige Wartung des Wasserabscheiders und der Filter erforderlich. Zudem steigt der Verschleiß an den Druckluftwerkzeugen.

Ein Drucklufttrockner für den Kompressor im System schließt solche Probleme und die damit verbundenen Mehrkosten aus.

Für größere Anlagen ist ein zentrales Kompressorsystem vorteilhafter als einzelne Kompressoren in jeder Arbeitsgruppe. Die Vorteile sind vielfältig:
- Die Kapazität des Kompressorsystems ist einfacher zu optimieren, sodass sich niedrigere Energie- und Investitionskosten ergeben.
- Die Verbindung mehrerer Kompressoren ist wirtschaftlicher.
- Eine einfachere Überwachung führt zu niedrigeren Wartungskosten.
- Die Belüftung und die Wärmerückgewinnung können effizienter gestaltet werden, wodurch die Energiekosten sinken.

Der Aufstellungsort des Kompressors

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Im Allgemeinen wird der Kompressor möglichst nahe am Arbeitsplatz aufgestellt.


Bleiben Sie dran, und halten Sie Ausschau nach Teil 2!


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